Im März 2026 erschien »Chelsea Hotel« mit Fotografien von Albert Scopin Schöpflin, die er zwischen 1969 und 1971 als Bewohner des Chelsea Hotel in New York aufgenommen hatte. Die jahrzehntelang verschollenen Bilder tauchten erst 2016 wieder auf. Das Buch wurde erstmals mit einer Ausstellung in der Galerie FWR in Berlin vorgestellt und in internationalen Medien ausführlich und positiv besprochen.

Links zu internationalen Medien mit einer Auswahl an Rezensionen zum Buch und zur Ausstellung:


The Guardian

The Observer

The New York Magazine
Arte.tv

Monopol
ZEITmagazin

AnOtherMag

Berliner Morgenpost

Wallpaper

Press contact:
Alexandra Saheb


Eine Legende der New Yorker Bohème

Das Chelsea Hotel in der 222 West 23rd Street in Manhattan wurde 1884 gebaut. Als eines der ersten genossenschaftlichen Apartmenthäuser New Yorks war der zwölfstöckige Bau im viktorianisch-gotischen Stil mit seinen gusseisernen Balkonen, dem Mansardendach und dem zentralen Pavillon ein architektonisches Zeichen des Aufbruchs. Idee der Initiatoren war eine egalitäre Gemeinschaft, in der Kunst, Arbeit und Alltag zusammenfinden konnten. Auch nach der Umwandlung in ein Hotel im Jahr 1905 blieb dieser Geist offensichtlich dem Gebäude treu.

Im 20. Jahrhundert wurde das Chelsea zu einem Zufluchtsort der Bohème und Avantgarde. Schriftsteller, Musiker, Künstler und Außenseiter lebten hier Tür an Tür: Mark Twain, Oscar Wilde, Dylan Thomas, Arthur C. Clarke, Jack Kerouac, William S. Burroughs, Allen Ginsberg, Arthur Miller, Jackson Pollock, Andy Warhol, Bob Dylan, Leonard Cohen, Janis Joplin, Patti Smith und Robert Mapplethorpe gehören zu den Namen, die sich mit diesem Haus verbinden. Unter dem langjährigen Direktor Stanley Bard blieb das Hotel ein offenes Biotop der Kunst, etwas heruntergekommen zwar, aber mit einer um so größeren Intensität.

Albert Scopin lebte von 1969 bis 1971 im Chelsea. Der junge Fotograf aus Deutschland geriet dort mitten in die Counter Culture und dokumentierte mit seiner Kamera das Leben, die Bewohner und die Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes. Patti Smith, Robert Mapplethorpe und Mitglieder der Warhol-Crowd sind in seinen Fotografien omnipräsent. Mit seinen Bildern und Texten aus dem Alltag seines Aufenthalts im Chelsea entstand ein Dokument einer historische Phase kulturellen Wandels, deren Kraft bis heute wirksam ist.


Einzelausstellung »Scopin, Asphalt«, St. Elisabeth Berlin, 2016

Albert Scopin arbeitet nun seit 1988 ohne Fotoapparat. Mit Zeichenstift, Farbe, Asphalt, Skulpturen und Installationen ist ein umfangreiches Werk entstanden, von dem ein Großteil auf den folgenden Seiten zu sehen ist. Bazon Brock schrieb über die Ausstellung ASPHALT: »Seit Yves Klein und Otto Piene mit Flammenwerfern Bildträger traktierten, hat niemand sich mit der Erhabenheit stiftenden Gewalt der Natur so konfrontiert wie Scopin. Und in der Tat hat der Betrachter der Scopinschen Großformate ein Enthobenheitsgefühl.«

Biografie

Albert Scopin, bürgerlicher Name Albert Schöpflin, 1943 in Freiburg im Breisgau geboren, wuchs in gutbürgerlichem Elternhaus auf. Nach einem abgebrochenen betriebswirtschaftlichen Studium studierte er Photographie in München, und übersiedelte 1969, am Tag nach der Mondlandung, nach New York. Dort lebte er die ersten zweieinhalb Jahre im legendären Chelsea Hotel.


Erste Häutung

Die neue Welt begann mit einer Assistenz bei Mikel Avedon und Bill King. Ende 1970 begann er frei für deutsche Zeitungen und Magazine zu arbeiten. 1972 Gründung der Yona Yeend Film mit Valeska von Roques und Constanze Regnier, im Fokus die Kultur des Off Off Broadway. Gegen 1975 Rückkehr nach Deutschland, Gründung eines Fotostudios und einer Familie in Frankfurt/Main. Drei Kinder: Nikola, Stefanie und Christian – über die er sehr glücklich ist. Von 1983–88 hatte er zusätzlich eine Dozentenstelle an der Hochschule für Gestaltung Marienhöhe in Darmstadt.


Zweite Häutung

1988 legte er die Kamera beiseite und nahm sie auch nicht mehr in die Hand. Von da an begann er mit großer Intensität zu zeichnen und zu malen. Während dieser Zeit änderte er seinen Namen von Schöpflin zu Scopin. Er erkannte, dass zeichnen seine wahre Leidenschaft ist – und war so endlich bei sich angekommen. Für ihn sind es „Seelenzeichnungen“, für Kuratoren Psychogramme.


Dritte Häutung

2012 entdeckte er den Werkstoff Asphalt und damit eine ganz andere Art des Arbeitens – physisch fordernd, nicht ungefährlich, gestalterisch eine intensive Zwiesprache mit dem kraftvoll erdigen Material, dessen Schönheit sich ihm täglich deutlicher offenbarte. Mit dem Verwenden von Asphalt gelangen ihm meditative Bilder voller lebendiger Details, Bilder die von Moment zu Moment, im Wechsel des Lichts, immer wieder neu entstehen, die „wortlos sprechen“, deren Ruhe aus der Gleichzeitigkeit von Leere und Fülle resultiert.


Einzelausstellung »Scopin, Asphalt«, St. Elisabeth Berlin, 2016


Atelier Brombach, 2014


Albert Scopin im Atelier, 2017


Albert Scopin im Atelier, 2013


Atelier Brombach, 2013


Atelier Brombach, 2019


Einzelausstellung, Galerie Jörg Schuhmacher Frankfurt, Art Karlsruhe, 2018


Atelier Brombach, 2015


Atelier Brombach, 2020


Biennale Venedig 2022, Transport zu den Giardini della Marinaressa


Biennale Venedig 2022, »Dance, Baby, Dance« Giardini della Marinaressa


Biennale Venedig 2022, »Raum Scopin«, Palazzo Mora


Biennale Venedig 2022, Aufbau »Raum Scopin«, Palazzo Mora


Atelier Brombach, 2021


Atelier Brombach, 2021


Ausstellung »Asphalt«, Galerie Katapult, Basel, 2017


Atelier Brombach, Pflanze durchbricht die Asphalthülle, 2022


Atelier Brombach, 2018


Atelier Brombach, 2016, Arbeit mit dem Brenner an einem neuen Werk


Albert Scopin arbeitet mit dem Brenner im Atelier, 2018


Albert Scopin arbeitet mit dem Brenner an einer neuen Skulptur, 2020


Atelier Brombach, 2022


»Vertical Highway, 2015



»Kubus«, Atelier Brombach, 2019

Kontakt


Albert Scopin Schöpflin

Am Ausserberg 24

4125 Riehen / Basel

Schweiz

+41 61 6014180

albert.schoepflin(at)bluewin.ch

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